Vermittlung  
Maksiu

Maksiu heißt dieser wunderschöne, große, schwarze Schäferhundmischling.
Maksiu hat in Polen die ersten 8 bis 10 Jahre seines Lebens verbracht. Als sein Besitzer ins
Gefängnis musste, kam Maksiu ins Tierheim und lag dort eineinhalb Jahre an der Kette.
Anfang Januar 2012 kam er über die Hundehilfe Polen e. V. nach Deutschland auf eine
Pflegestelle nach 53819 Neunkirchen-Seelscheid, die ihn als Gnadenbrödler für den Rest
seines Lebens aufnehmen wollte.
Maksiu ist seinen vertrauten Personen gegenüber sehr verschmust. Er möchte gerne immer
dabei sein und klettert dann auch schon mal durch ein offenes Fenster, wenn sein Mensch
draußen ist. Toll findet er, wenn man sich zu ihm auf den Boden setzt und ihn streichelt oder
auch bürstet. Um das zu erreichen, setzt er sich vor einen, gibt Pfote oder schmeißt sich auf
den Rücken und angelt mit den Vorderpfoten. Ignoriert man die Aufforderung, trollt er sich
und freut sich um so mehr, wenn man ihn kurze Zeit später heranruft. Er lässt sich seine
Pfoten, das Maul und die Ohren kontrollieren. Maksiu geht sehr gerne spazieren. Sein Alter
schränkt ihn kaum ein. Er benimmt sich deutlich jünger als sein Alter vermuten lässt. An der
Langlaufleine genießt er lange Spaziergänge, bei denen er zwischendurch auch Galoppsprünge
einfügt, wenn er zurückgeblieben ist. Trotzdem lässt er sich an der Leine gut händeln.
Nach Spaziergängen im Regen lässt er sich problemlos abtrocknen. Maksiu kennt noch keine
deutschen Kommandos, aber auf Nennung seines Namens hin kommt er freudig zu einem
gelaufen. Sicherlich kann man noch gut mit ihm arbeiten, wenn er sich eingelebt hat. Zuhause
ist Maksiu grundsätzlich ein ruhiger Hund, der alleine bleiben kann, stubenrein ist und nichts
kaputt macht. Er ist allerdings wachsam und schlägt auch an, wenn sich vor seiner Türe etwas
rührt. Fremde sollten „seinen“ Besitz nicht unaufgefordert betreten. Maksiu knurrt und es ist
nicht erwiesen, dass er nicht auch beißen würde. Sind seine Leute da und er wird
zurückgehalten, ist Besuch nach ein paar Minuten Gewöhnung kein Problem mehr. Leute, die
sich im Haus aufhalten, sind schließlich potentielle Schmusepartner! Autofahren ist ok,
allerdings steigt Maksiu (noch) nicht alleine ein.
Maksiu zeigt Hunden gegenüber ein sehr gutes Sozialverhalten. Er möchte alle
schwanzwedelnd begrüßen. Wird er angeknurrt, dreht er sich um und geht. Mit dem Ersthund
der Pflegestelle hat er schon Ansätze von Spielverhalten gezeigt.
Maksiu ist tierärztlich untersucht worden. Außer einer leichten Arthrose der Hüftgelenke und
abgeschliffener/abgebrochener Zähne, die aber keiner Behandlung bedürfen, ist er topfit! Sein
Herz ist vom Abhören her unauffällig und die Blutwerte sind super.
Und nun zu dem Grund, warum Maksiu nicht auf seiner Pflegestelle bleiben kann und schnell
ein neues, hoffentlich endgültiges Zuhause sucht:
Nachdem Maksiu die Katzen des Haushalts die ersten sieben Tage nicht eines Blickes
gewürdigt hat, attakierte er am achten Tag einen Kater, der allerdings mit einem Schock und
ausgerissenem Fell glimpflich davonkam. Jetzt hängt Maksiu große Teile des Tages an einer
2-Meter-Leine und es droht das Tierheim, wenn sich nicht innerhalb kurzer Zeit eine andere
Lösung findet. Schließlich kann Maksiu nicht Wochen und Monate an einer Leine leben. Ob
er als großer, schwarzer, älterer Hund eine Chance auf Vermittlung hat ist fraglich, trotz aller
Vorzüge.
Für Maksiu suche ich also Personen, die wie ich große schwarze Hunde mögen, keine Katzen
oder andere Kleintiere haben, und auch nicht davor zurückschrecken, dass Maksiu den
längsten Teil seines Lebens bereits hinter sich gebracht hat. Ich würde mich sehr über einen
Kontakt freuen, denn es blutet mir das Herz, dass ich diesem tollen Hund nicht gerecht
werden kann!
Informationen über Maksiu bei kirsten.scheidmann@gmx.de oder 02247/ 90 07 82